Abgasskandal: Rückruf Škoda Rapid 1.6

Der Abgasskandal um manipulierte Dieselfahrzeuge reißt nicht ab. Auch die Marke Škoda ist in den Dieselskandal verstrickt. Betroffen sind ausschließlich Škoda-Diesel der Baureihe EA 189. Als Škoda-Kunde können Sie unter www.skoda-auto.de prüfen, ob auch Ihr Auto betroffen ist. Dafür geben Sie einfach die Fahrzeug-Identifizierungsnummer ein.

Der Autohersteller Škoda gehört seit Mai 2000 zum VW-Konzern. Die Dieselfahrzeuge von Škoda werden seit 2011 mit 1,6-Liter- und 2,0-Liter-Motoren von VW ausgestattet. Bei den 1,6-Liter- und 2,0-Liter-TDI-Motoren handelt es sich um den EA 189 oder den EA 288, die in alle Fahrzeugtypen des VW-Konzerns eingebaut wurden.

Urteil im Dieselskandal bei Škoda

Das Landgericht Hildesheim hat im Januar 2017 der Klage eines Škoda-Fahrers gegen die Volkswagen AG stattgegeben (Urteil vom 17.1.2017, Az. 3 O 139/16). Das Gericht sah sowohl eine vorsätzliche Schädigung des Klägers durch VW als auch den Tatbestand des Betrugs als gegeben an. Deshalb wurde VW wegen Manipulation an der Motorsteuerung des Dieselfahrzeugs zur Zahlung von Schadensersatz verurteilt.

Die Begründung: Der manipulierte Diesel bedeute für den Käufer einen Vermögensschaden. Der Kunde habe einen wirtschaftlich nachteiligen Kaufvertrag abgeschlossen, weil er von der gesetzeswidrig eingebauten Software nichts wusste. Er ging vielmehr davon aus, ein technisch einwandfreies Fahrzeug zu erwerben, das den gesetzlichen Bestimmungen entspricht.

Amtlicher Rückruf des Škoda Rapid 1.6

Wegen manipulierter Abschalteinrichtungen muss VW außerdem einem Rückruf der Diesel-Fahrzeuge mit EA 189-Motoren folgen, den das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) angeordnet hat. Bei Škoda sind etwa 1,2 Millionen Fahrzeuge weltweit vom Abgasskandal betroffen. EA 189-Aggregate wurden in folgenden Modellen verbaut: Fabia II (Baujahre 2009 bis 2014), Roomster (Baujahre 2009 bis 2015), Rapid (Baujahre 2011 bis 2015), Yeti (Baujahre 2009 bis 2015), Octavia II (Baujahre 2009 bis 2013) und Superb II (Baujahre 2009 bis 2015).

Was betroffene Škoda-Fahrer jetzt tun können

Von einem Softwareupdate, das den Abgasausstoß senken soll, raten wir ab. Das Update kann nämlich eine Leistungsminderung des Motors und eine Erhöhung des Kraftstoffverbrauchs mit sich bringen. Lassen Sie sich besser so schnell wie möglich von einem unserer erfahrenen Anwälte beraten, um eine Verjährung Ihrer Ansprüche zu vermeiden.

Die Kanzlei VON RUEDEN unterstützt Autobesitzer, die vom Abgasskandal betroffen sind, bei der Durchsetzung Ihrer Ansprüche. Im Rahmen eines kostenlosen Erstgesprächs bieten wir Ihnen eine erste rechtliche Einschätzung Ihres individuellen Falls und informieren Sie über den Ablauf des Verfahrens.

Unsere Experten im Abgasskandal sind gern für Sie da! Kontaktieren Sie uns per E-Mail unter info@rueden.de oder telefonisch unter 030 – 200 590 770.

Quellen:

Skoda-Diesel-Skandal – Die wichtigsten Fakten auf einem Blick, URL:

https://www.bussgeldkatalog.org/skoda-diesel-skandal/#deutsches_urteil_im_diesel-skandal_bei_skoda, abgerufen am 11.2.2020.

Focus.de: Abgas-Skandal: Das sind die betroffenen Schummel-Modelle von Skoda, URL: https://www.focus.de/auto/im-internet-einsehbar-abgas-skandal-das-sind-die-betroffenen-schummel-modelle-von-skoda_id_4993289.html, abgerufen am 11.2.2020.

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