Bank 1 Saar eG

Sinkende Kreditzinsen machen Altverträge teuer – Günstige Möglichkeit zum Ausstieg aus Verträgen über den „Widerrufs-Joker“

Viele Kreditnehmer werden unglücklich wenn, sie auf den Verlauf der Zinskurve blicken. Die sinkenden Kreditzinsen der letzten Jahre machen Kreditverträge, die vor einigen Jahren in Zeiten hoher Zinsen abgeschlossen wurden, zu teuren Altlasten. Bei Zinsunterschieden von bis zu 6 Prozent (von bis zu 8 Prozent hinunter auf 2 Prozent) lässt sich leicht ausrechnen, dass bei entsprechenden Kreditsummen eine Ersparnis von mehreren tausend Euro möglich wäre.

Da viele Kreditverträge jedoch langfristig abgeschlossen werden, ist es für Kreditnehmer nicht einfach, sich von diesen beschriebenen „Altlasten“ zu trennen. Ein langfristiges Darlehen frühzeitig abzulösen, um von niedrigeren Zinsen und damit einer günstigeren Anschlussfinanzierung zu profitieren ist zwar möglich, geht jedoch meist mit einer Vertragsstrafe einher. Die als Vorfälligkeitsentschädigung bezeichnete Zahlung ist ein herber Beigeschmack, den die Zinsentlastung mit sich bringt.

Nutzen sie den „Widerrufs-Joker“ gegenüber der Bank 1 Saar

Jedoch gibt es hier einen juristischen Trick: Den „Widerrufs-Joker“. Der „Widerrufs-Joker“ erlaubt es Kreditnehmern ihren laufenden Vertrag kostenlos zu widerrufen. Dazu müssen folgende Kriterien erfüllt sein:

1. Der Vertrag muss zwischen einem Verbraucher und der Bank 1 Saar eG, Kaiserstraße 20 66111 Saarbrücken, geschlossen worden sein, denn nur gegenüber Verbrauchern bestand eine Informationspflicht über das Widerrufsrecht.

2. Der Vertrag muss nach dem 01.11.2002 geschlossen worden sein, denn nur ab diesem Datum bestand eine gesetzliche Pflicht dazu, über das Bestehen des Widerrufsrechts zu belehren. Vor diesem Datum geschlossene Verträge können nicht wegen einer fehlerhaften Widerrufsbelehrung widerrufen werden.

3. Die verwendete Widerrufsbelehrung müsste fehlerhaft gewesen sein.

Hintergründe des „Widerrufs-Joker“ gegenüber der Bank 1 Saar

Hintergrund dieses juristischen Kniffs ist, dass der Gesetzgeber festgelegt hat, dass Kreditinstitute den Kreditnehmern zur Vertragsunterzeichnung eine vorgegebene Widerrufsbelehrung vorzulegen haben und somit über ihr Widerrufsrecht zu informieren. Viele der Großbanken hielten sich jedoch nicht an die Vorgaben des Gesetzgebers und formulierten eigene Widerrufsbelehrungen. Diese enthalten jedoch mehrere Schwachpunkte und können aus verschiedenen Gründen als fehlerhaft eingestuft werden. Gründe hierfür sind zum Beispiel: Falsche Fristbelehrung, fehlender Hinweis aus Rechtsfolgen, fehlender Hinweis auf verbundenes Geschäft, ergänzende Formulierungen, keine Anpassung auf den Einzelfall oder Verwendung veralteter Muster. Ob eine fehlerhafte Widerrufsbelehrung vorliegt muss im Einzelfall entschieden werden. Dazu bietet die Berliner Rechtsanwaltskanzlei VON RUEDEN den Kunden der Bank 1 Saar eine Einzelfalleinschätzung über ein Tool auf ihrer Website an, nach dessen Nutzung Kunden bereits nach wenigen Tagen eine Ersteinschätzung der Sachlage erhalten. In den letzten Jahren konnten hunderte von Verbrauchern erfolgreich gerichtlich und auch außergerichtlich vertreten werden. Des Weiteren übernimmt die private Rechtsschutzversicherung in vielen Fällen die Kosten einer Auseinandersetzung.

Die Folgen des erfolgreichen „Widerrufs-Jokers“ gegenüber der Bank 1 Saar

Im Falle einer fehlerhaften Widerrufsbelehrung gilt der abgeschlossene Vertrag als nicht zustande gekommen, da der Verbraucher nicht im Sinne des Gesetzgebers über sein Widerrufsrecht belehrt wurde und dieses somit nicht wirksam ausüben konnte, so sie Argumentation von Verbraucherschutzanwalt Johannes von Rüden von der Berliner Rechtsanwaltskanzlei VON RUEDEN.

Sollte festgestellt werden, dass eine fehlerhafte Widerrufsbelehrung bei Vertragsabschluss vorlag und der Vertrag somit als nicht zustande gekommen gilt, wird der gesamte Vorgang rückabgewickelt: Dies bedeutet, dass der Verbraucher die von ihm gezahlten (zu hohen) Zinsen erstattet bekommt und im Gegenzug eine (geringere) marktübliche Zinszahlung auf das Darlehen leisten muss. Marktüblich wird hier von der Rechtsprechung unterschiedlich ausgelegt: Zum Teil wird für jeden Monat genau festgestellt, welcher Zinssatz üblich gewesen wäre, zum Teil wird aber auch vereinfacht auf den marktüblichen Zinssatz zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses abgestellt und dieser auf die gesamte Laufzeit des Vertrages angewendet. Auch die Bank muss ihrerseits auf die gezahlten Raten Zinsen aufschlagen: Diese liegen um einiges über dem Basiszins (mindestens 5 Prozentpunkte) und erreichen mitunter in Einzelfällen bis zu 12 Prozent, da die Banken mit den erhaltenen Ratenzahlungen bis zu 12 Prozent Rendite erwirtschaftet haben könnten.

Ebenfalls interessant für Kunden der Bank 1 Saar könnte sein, dass mit dem „Widerrufs-Joker“ auch bereits gezahlte Vorfälligkeitsentschädigungen zurückgefordert werden können!

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