Lassen sich Punkte, Bußgeld oder ein Fahrverbot verhindern?

Was ist der Unterschied zwischen Atemalkohol und Blutalkohol?

Der Genuss von Alkohol vor oder während der Teilnahme am Straßenverkehr ist häufig keine gute Idee, da sich durch diesen das Reaktionsvermögen erheblich einschränkt. Auch der sogenannte Restalkohol am nächsten Morgen sollte hierbei nicht unterschätzt werden.

Außerdem drohen demjenigen, dem mehr als die erlaubte Menge im Körper nachgewiesen werden, empfindliche Sanktionen bis hin zur Entziehung der Fahrerlaubnis, sodass nicht selten die Alkoholisierung nit einem sogenannten Nachtrunk begründet wird.

Den meisten Verkehrsteilnehmern ist dabei bekannt, dass die aufgenommene Alkoholmenge dabei sowohl durch die Atemluft als auch mittels Blutentnahme ermittelt werden kann.

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Doch welche Unterschiede gelten hinsichtlich der Grenzwerte und welcher Messmethode kommt ein höherer Beweiswert zu?

Messung Atemalkoholkonzentration (AAK) durch den Atemalkoholtest

Atemalkoholmessung

Die Messung der Atemalkoholkonzentration (AAK) ist eine beliebte Messmethode, da sie mit einfach zu transportierenden kleinen Messgeräten vorgenommen werden kann. Der Betroffene hat dabei in einen Plastikaufsatz, der auf ein Messgerät gesteckt ist, zu pusten. Das Messgerät bestimmt im Anschluss den Alkohol im Körper in Milligramm pro Liter Atemluft (mg/l).

Wer von der Polizei zu einem Atemalkoholtest aufgefordert wird, hat das Recht, diesen zu verweigern.

In diesem Fall hat der Polizeibeamte anhand der übrigen Anzeichen zu entscheiden, ob ein hinreichender Tatverdacht vorliegt und er eine richterliche Anordnung für eine Blutentnahme durch einen Arzt beantragt.

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Die Atemalkoholkonzentration ist relevant für den Ordnungswidrigkeitentatbestand des § 24a StVG. Demnach handelt ordnungswidrig, wer ein Kraftfahrzeug führt, obwohl seine Atemluft 0,25 mg/l oder mehr Alkohol aufweist. Eine Umrechnung in eine entsprechende Blutalkoholkonzentration ist in diesem Fall nicht erforderlich, da das Gesetz hier vorsieht, dass 0,25 mg/l einer Blutalkoholkonzentration von 0,5 Promille entspricht.

Darf der Atemalkoholtest für Straftaten herangezogen werden?

Bei Straftaten im Zusammenhang mit Alkohol kann die Atemalkoholkonzentration grundsätzlich nicht allein herangezogen werden, um den Konsum einer bestimmten Menge an Alkohol nachzuweisen. Die Atemalkoholkonzentration kann in diesen Fällen lediglich als Indiz für den Konsum von Alkohol herangezogen werden, oder als Grundlage für die Anordnung einer Blutentnahme dienen.

Bei der Prüfung des Atemalkohols sind einige Anforderungen zu beachten, damit die Messung gültig ist:

  • Vor der Durchführung des Atemalkoholtests, darf der Betroffene keine Substanzen zu sich nehmen.
  • Zwischen Alkoholkonsum und dem Test müssen mindestens 20 Minuten liegen, damit sichergestellt ist, dass der Alkohol ins Blut gelangt ist.
  • Nach fünf Minuten des ersten Tests muss ein zweiter Test erfolgen.

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Was ist die Blutalkoholkonzentration (BAK) und wie wird sie gemessen?

Die Blutalkoholkonzentration ist relevant für die Erfüllung einiger Straftatbestände des Strafgesetzbuches, insbesondere Verkehrsstraftatbestände, oder für die Frage der Schuldfähigkeit des Betroffenen. Die Blutalkoholkonzentration wird in Promille gemessen. Ein Promille bedeutet ein Tausendstel reinen Alkohols pro Liter Blut.

Blutalkoholmessung

Zur Ermittlung der jeweiligen Blutalkoholkonzentration wird dem Betroffenen nach den Regeln der ärztlichen Kunst Blut durch einen Arzt entnommen, § 81a StPO.

Dies bedarf grundsätzlich einer richterlichen Anordnung. Wird der Untersuchungserfolg wegen Verzögerung gefährdet, können sowohl die Staatsanwaltschaft, als auch die Polizeibeamten eine Blutentnahme anordnen, wenn bestimmte Tatsachen den Verdacht begründen, dass der Betroffene

  • alkoholbedingt den Bahn-, Schiffs- und Luftverkehr gefährdet § 315a StGB,
  • alkoholbedingt den Straßenverkehr gefährdet § 315c StGB,
  • alkoholisiert ein Fahrzeug im Straßenverkehr führt § 316 StGB.

Der Blutalkoholkonzentration kommt hinsichtlich der Beurteilung der absoluten Fahruntüchtigkeit eine unwiderlegliche Vermutung zu, mit der Konsequenz, dass bei einer Blutalkoholkonzentration von 1,1 Promille unwiderleglich die absolute Fahruntüchtigkeit angenommen wird.

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In Bezug auf die Frage einer möglichen Schuldunfähigkeit nach § 20 StGB kommt der BAK im Rahmen  lediglich eine Indizwirkung zu, die mit entsprechendem Gegenbeweis entkräftet werden kann.

Wie funktioniert die Rückrechnung des Blutalkhohols?

Da die Blutentnahme von einem Arzt vorzunehmen ist, bei den jeweiligen Polizeikontrollen meistens kein Arzt vor Ort ist, wird der Betroffene zu einem Arzt gefahren. Da der Körper indes den Alkoholabbau weiter fortsetzt, ist sobald ein Blutalkoholkonzentrationswert vorliegt, eine Rückrechnung der Blutalkoholkonzentration auf den Tatzeitpunkt vorzunehmen.

Dieser Rückrechnung wird ein stündlicher Abbauwert von 0,1 Promille zugrunde gelegt. Somit wird ab dem Zeitpunkt, ab dem die Blutalkoholkonzentration bestimmt wird bis zum Trinkende, für jede zurückgerechnete Stunde 0,1 Promille auf die ermittelte Blutalkoholkonzentration hinzugerechnet. Dabei bleiben jedoch die ersten beiden Stunden nach Trinkende als sog. Resorptionsphase zu Gunsten des Betroffenen unberücksichtigt, sodass für diese Zeit keine Rückrechnung erfolgt. Ist das Trinkende nicht bekannt, so gilt der Tatzeitpunkt als Trinkende.

Abweichung zwischen Atemalkoholkonzentration und Blutalkoholkonzentration

In der Regel weichen die Atemalkohol- und die Blutalkoholkonzentration von einander ab, wobei die Blutalkoholkonzentration meistens höher ist, da der Alkohol über die Magenschleimhaut in den Blutkreislauf gelangt. Anders ist es, wenn Alkohol kurz vor dem Atemalkoholtest konsumiert wurde, da sich in diesem Fall noch viel Alkohol im Mund- und Rachenraum befinden wird.

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