Lassen sich Punkte, Bußgeld oder ein Fahrverbot verhindern?

Die Fahrbahnverengung

Eine verenget Fahrbahn führt oft zu langen Staus, da viele Verkehrsteilnehmer sich nicht mehr an das gelernte Wissen aus der Fahrschule erinnern, wie sie sich bei Aufkommen dieses Verkehrsereignisses richtig zu verhalten haben. In der Konsequenz kommen zu dem an der Stelle ohnehin zähfließenden Verkehr meist noch Unfälle, die das Verkehrschaos noch vergrößern.  

Um bei der nächsten Fahrbahnverengung die maßgeblichen Regelungen sicher beherrschen zu können, führt der nachfolgende Text diese noch einmal vor Augen.

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Welches Verkehrszeichen zeigt die Fahrbahnverengung an?

Eine einseitige Fahrbahnverengung wird den Verkehrsteilnehmern durch das allgemeine Gefahrenzeichen 121 angezeigt.

Wer hat Vorrang bei einer Fahrbahnverengung?

Eine Fahrbahnverengung innerorts führt häufig dazu, dass entgegenkommende Verkehrsteilnehmer für kurze Zeit die gleiche Fahrbahn verwenden müssen. Damit es dabei nicht zu Kollisionen kommt, muss der eine Verkehrsteilnehmer dem anderen den Vorrang gewähren.

Die Wartepflicht trifft dabei immer denjenigen, der das Hindernis und somit die Fahrbahnverengung auf seiner Seite hat.

Der wartende Verkehrsteilnehmer hat sich daher vor Einfahrt in die verengte Fahrbahn davon zu vergewissern, dass die Fahrbahn frei ist.

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Fahrbahnverengung durch Wegfall einer Fahrbahn

Auf mehrspurigen Fahrbahnen kommt es vor, dass beispielsweise durch Baustellen eine Fahrbahn gesperrt ist und die Verkehrsteilnehmer sich von der gesperrten Fahrbahn auf die noch freie Fahrbahn einfädeln müssen.

In diesem Fall ist das sogenannte Reißverschlussverfahren anzuwenden, dessen Nichteinhaltung einen häufigen Grund für lange Staus bildet

Das Reißverschlussverfahren

Das Reißverschlussverfahren ist nach § 7 Abs.4 StVO in den Fällen anzuwenden, in denen auf einer mehrspurigen Fahrbahn das durchgehende Befahren einer der Fahrstreifen nicht möglich ist, oder einer der Fahrstreifen endet.

In diesen Fällen hat das Fahrzeug auf dem betroffenen Fahrstreifen bis zum Beginn der Verengung auf seiner Fahrspur zu bleiben und erst an dieser Stelle auf die andere Fahrspur zu wechseln.

Dabei hat ein Fahrzeug auf der durchgehenden Spur immer ein Fahrzeug von der verengten Spur auf die durchgehende Fahrspur einfahren zu lassen. Damit beide Fahrstreifen im Fluss bleiben, ist darauf zu achten, dass sich jeweils nur ein Fahrzeug einfädelt.

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Gilt das Reißverschlussverfahren auch bei Hindernissen auf der Spur?

Nicht abschließend geklärt ist der Fall, dass lediglich ein Hindernis, beispielsweise ein parkendes Auto, auf einer Spur die Weiterfahrt verhindert und es beim anschließenden Spurwechsel zu einem Unfall kommt.

Entscheidend und streitig bei der Haftung ist hierbei, ob das Gericht die Anwendung des Reißverschlussverfahrens bejaht oder verneint.

Grundsätzlich trifft bei einem Unfall nach einem Spurwechsel den Spurwechsler die Schuld. Wird jedoch die Anwendung des Reißverschlussverfahrens bejaht, kann das Gericht auch zu dem Ergebnis kommen, dass die Schuld bei demjenigen liegt, der die Auffahrt auf die andere Spur nicht ordnungsgemäß ermöglicht hat.

Hinweis: Bei Fahrbahnverengungen durch Hindernisse ist eher davon auszugehen, dass das Gericht in Bezug auf die Schuldfrage das Reißverschlussprinzip nicht zu Grunde legt.

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Sanktionen bei nicht ordnungsgemäßem Verhalten bei Fahrbahnverengungen

Verstoß Bußgeld
Blinker beim Ein- und Ausscheren nicht wie vorgeschrieben verwendet 10 €
An einer Fahrbahnverengung, einem Hindernis auf der Fahrbahn oder einem haltenden Fahrzeug auf der Fahrbahn links vorbeifahren, ohne ein entgegenkommendes Fahrzeug durchfahren zu lassen 20 €
-mit Gefährdung 30 €
-mit Sachbeschädigung 35 €

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