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VON RUEDEN Rechtsanwälte

Verkehrsrecht

Verzicht auf die Fahrerlaubnis: Wann es sinnvoll sein kann

Freiwilliger Verzicht auf die Fahrerlaubnis: Lesen Sie hier alles über die Gründe, Vor- und Nachteile sowie über die Möglichkeit der Wiedererlangung.

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Viele Menschen fürchten sich davor, irgendwann einmal wegen eines Verkehrsverstoßes den Führerschein abgeben zu müssen. Es gibt jedoch auch Autofahrer, die freiwillig auf ihre Fahrerlaubnis verzichten. Welche Gründe stecken dahinter? Und was sind die Vor- und Nachteile?

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Verzichtserklärung für den Führerschein – Diese Gründe kann es geben

Beim Verzicht auf die Fahrerlaubnis wird der Führerschein freiwillig abgegeben.

Der Verzicht auf die Fahrerlaubnis ist immer etwas Selbstbestimmtes. Das heißt, eine Person entscheidet aus freien Stücken, nicht mehr Auto fahren zu dürfen. Das klingt im ersten Moment paradox: Warum sollte ein Autofahrer mit gültigem Führerschein auf eine solche Idee kommen? Doch dafür kann es tatsächlich Gründe geben: Zum Beispiel, wenn ältere Menschen sich selbst so einschätzen, dass sie den Straßenverkehr nicht mehr genügend im Blick haben und nicht mehr sicher fahren können – beispielsweise wegen einer starken Sehschwäche oder wegen Herzproblemen.

Der Verzicht auf die Fahrerlaubnis kann dann ein sehr verantwortungsvolles Vorgehen sein – denn jeder Autofahrer ist selbst dafür verantwortlich einzuschätzen, ob er fahrtauglich ist oder nicht. Genauso können auch Menschen, die drogen- oder alkoholabhängig sind, selbst entscheiden, ob sie lieber freiwillig auf ihre Fahrererlaubnis verzichten. Darüber hinaus hat auch jeder andere Mensch das Recht auf den Verzicht seiner Fahrerlaubnis.

Freiwilliger Verzicht auf Fahrerlaubnis: Vorteile im Überblick

Es gibt auch noch einen weiteren Grund, warum es sinnvoll sein kann, freiwillig auf den Führerschein zu verzichten. Nämlich dann, wenn ein Autofahrer bereits einen Verstoß begangen hat und nun Punkte, Bußgelder und ein Fahrverbot aus dem Bußgeldkatalog drohen. Kommt es tatsächlich so weit und die zuständige Behörde ist im Begriff, dem Autofahrer die Fahrerlaubnis zu entziehen, kann der betroffene Autofahrer dem zuvorkommen und selbst verzichten. Das hat den Vorteil, dass der Betroffene dadurch unter Umständen hohe Verwaltungsgebühren spart, die bei einem angeordneten Entzug der Fahrerlaubnis fällig gewesen wären. Hinzukommt, dass nach einem angeordneten Führerscheinentzug auch Rehabilitationsmaßnahmen oder ein MPU-Gutachten auf betroffene Autofahrer zukommen können. Auch das kann richtig teuer werden – all das fällt weg, wenn man sich freiwillig entschließt, nicht mehr am Straßenverkehr teilzunehmen.

Nachteile eines freiwilligen Verzichts auf den Führerschein

Nachteiligist, dass beim freiwilligen Verzicht auf die Fahrerlaubnis die bisher schon eingetragenen Punkte nicht gelöscht werden – das geschieht nämlich nur, wenn der Entzug der Fahrerlaubnis behördlich angeordnet wird. Das heißt: Verzichtet jemand freiwillig auf den Führerschein, möchte ihn aber irgendwann einmal wiedererlangen, hat er seine alten Punkte noch auf dem Konto.

So verzichtet man selbst auf die Fahrerlaubnis

Der Verzicht auf die Fahrerlaubnis ist gesetzlich nicht geregelt. Jeder, der freiwillig auf seinen Führerschein verzichten möchte, muss ihn bei der zuständigen Fahrerlaubnisbehörde abgeben. Dafür gibt es manchmal ein vorgedrucktes Formular, das von den Führerscheinstellen zur Verfügung gestellt wird.

Freiwilliger Verzicht auf die Fahrerlaubnis: Wiedererlangung möglich?

Eine Verzichtserklärung für den Führerschein sollte wohl überlegt sein. Es bedeutet allerdings nicht, dass man nie wieder Autofahren darf. Jeder, der freiwillig auf den Führerschein verzichtet hat, darf ihn wieder neu beantragen. Wurde der Führerschein hingegen behördlich entzogen, gelten gewisse Sperrfristen. Wer sich unsicher ist, ob er eine freiwillige Verzichtserklärung für den Führerschein unterschreiben soll oder nicht, kann Rat bei einem Anwalt für Verkehrsrecht suchen. Nicht immer sind die Vor- und Nachteile für Laien gut einzuschätzen.

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