Aufbauseminar für Fahranfänger (ASF)

Aufbauseminare bestehen aus therotischen und praktischen Teilen
Aufbauseminare bestehen aus therotischen und praktischen Teilen

Wer als Fahranfänger in der Probezeit einen Verkehrsverstoß begeht, dem droht unter Umständen ein Aufbauseminar für Fahranfänger (ASF), auch bekannt als Nachschulung.

Die Nachschulung kann von der Fahrerlaubnisbehörde angeordnet werden, wenn ein Fahranfänger während der Probezeit einen A-Verstoß oder zwei B- Verstöße begeht

Die Probezeit für PKW-Fahranfänger beträgt regelmäßig zwei Jahre ab Erwerb der Fahrerlaubnis.

Das Aufbauseminar absolviert man regelmäßig mit weiteren Teilnehmern in einer Fahrschule, nach Abschluss der Nachschulung ist die Absolvierung bei der Verwaltungsbehörde nachzuweisen.

Wann muss ich mit Anordnung eines Aufbauseminars für Fahranfänger rechnen?

Wenn der Fahranfänger einen A-Verstoß begeht, führt das sofort zur Anordnung einer Nachschulung.

Ein Aufbauseminar wird ebenfalls beim zweiten B-Verstoß angeordnet, nämlich bei der zweiten Eintragung im Kraftfahrt-Bundesamt.

Wie läuft eine Nachschulung ab?

Aufbauseminare werden von dafür lizensierten Fahrschulen durchgeführt.
Regelmäßig besteht eine Nachschulung aus mindestens sechs und höchstens 12 Teilnehmern.

Der Ablauf eines Aufbauseminars besteht aus fünf Teilen:

  • 4x Theoriesitzungen von je 135 Minuten
  • 1x Beobachtungsfahrt zwischen der ersten und der zweiten Sitzung; die Fahrt dauert mindestens 30 Minuten und findet mit bis zu drei Teilnehmern der Nachschulung gemeinsam statt

Während des Aufbauseminars werden regelmäßig die Verstöße der Teilnehmer besprochen und wie aus den Fehlern gelernt werden kann, um sie zukünftig zu vermeiden.

Aufbauseminar absolviert- was nun?

Teilnehmer die erfolgreich eine Nachschulung absolviert haben, erhalten darüber eine Bescheinigung, welche bei der entsprechenden Verwaltungsbehörde einzureichen ist.

Diese Behörde kann je nach Wohnort variieren.

In der Regel setzt die Verwaltungsbehörde mit Anordnung des Aufbauseminars auch eine entsprechende Frist fest, in welcher die Nachschulung zu absolvieren ist.
Wird diese Frist nicht eingehalten, so entzieht die Behörde die Fahrerlaubnis. Eine neue Fahrerlaubnis wird erst dann erteilt, wenn eine erfolgreiche Absolvierung an einem Aufbauseminar nachgewiesen werden kann.

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Drogen- und alkoholauffällige Fahranfänger

Ein besonders Aufbauseminar nach §36 Fahrerlaubnis-Verordnung erwartet Fahranfänger, die im Straßenverkehr in der Probezeit mit Drogen- oder Alkoholkonsum auffällig geworden sind.

Hierunter fallen zB. die Trunkenheitsfahrten aus dem Strafgesetzbuch.

Diese besondere Nachschulung findet ebenfalls in einer Fahrschule statt, in Gruppen mit mindestens sechs und höchstens 12 Teilnehmern.

Der Kurs beginnt mit einem Vorgespräch, daran schließen sich drei Sitzungen von je 180 Minuten Dauer in einem Zeitraum von zwei bis vier Wochen an. Zwischen den Sitzungen sind Kursaufgaben anzufertigen.

Wird die Frist zur Ablegung des besonderen Aufbauseminars nicht eingehalten, so wird dies als Weigerung angesehen und führt zum Entzug der Fahrerlaubnis.

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