Audi Q3, Q5, Q7 und SQ5: SUV-Reihe betroffen vom Dieselskandal

Mit dem Audi Q3, Q5 und Q7 sowie dem SQ5 stellt Audi seit 2006 Sport Utility Vehicles – kurz SUV – her. Diese sportlichen und stadttauglichen Geländewagen des Ingolstädter Autobauers sind jedoch in den Abgasskandal verwickelt, wie viele andere Dieselfahrzeuge des VW-Konzerns auch. Bei den SUV von Audi sind unterschiedliche Motorentypen und Baujahre betroffen. Wir erklären, welche Audi Q-Modelle mit einer unzulässigen Abschalteinrichtung ausgestattet sind.

Audi Q3 und Q5: Rückruf unter Code 23Q7 wegen Schummelsoftware

Audi Q3- und Q5-Modelle, die von 2008 bis 2015 hergestellt worden sind, steuern die Abgasreinigung illegal über eine Schummelsoftware. Diese Software bewirkt, dass das Fahrzeug die gesetzlichen Grenzwerte für Schadstoffe in Testsituationen einhält, im realen Straßenverkehr jedoch nicht. Unter dem Herstellercode 23Q7 ruft Audi auf Anordnung des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) nun Q3 und Q5 mit einem 2.0 TDI-Motor des Typs EA189 zurück. In der Werkstatt soll die Schummelsoftware deaktiviert und die Abgasreinigung vollumfänglich aktiviert werden.

Audi Q5, Q7 und SQ5: Rückruf 23X6 wegen manipuliertem Emissionskontrollsystem

Vom Rückruf unter dem Code 23X6 sind Audi Q5, Q7 und SQ5 betroffen, die zwischen 2008 und 2018 das Audi-Werk verlassen haben. Auch hier wurde eine Software eingesetzt, die das Emissionskontrollsystem manipuliert und so die Abgasreinigung im Normalbetrieb auf der Straße reduziert. Das KBA in Flensburg hat daher zu Pflichtrückrufen der Modelle mit einem 3.0-TDI-V6-Motor vom Typ EA897 der Abgasnorm 6 aufgerufen. In den Werkstätten soll in diesen Audi Q5-, Q7- und SQ5-Modellen die unzulässige Abschalteinrichtung mittels Softwareupdate entfernt werden. Im Ergebnis sollen diese Geländewagen von Audi auch im Straßenverkehr die Grenzwerte für Stickoxide einhalten.

Folgen von Softwareupdates noch nicht bekannt

Ob die im Rahmen der Rückrufe vorgenommenen Softwareupdates an den Audi-Modellen Q3, Q5, Q7 und SQ5 nicht langfristige Schänden an den SUV hervorrufen – wie eine verminderte Motorleistung, ein höherer Verbrauch oder gar Motorschäden –, ist noch nicht bekannt. Fahrer eines Audi Q-Modells sollten sich beraten lassen, ob nicht noch andere Möglichkeiten bestehen, mit dem Rückruf umzugehen. Denkbar sind eine Kaufpreisrückerstattung und ein Schadensersatz, der gegen den Hersteller erwirkt werden kann.

Die Verbraucherrechtskanzlei VON RUEDEN hat sich auf den Abgasskandal spezialisiert und vertritt die Interessen betroffener Audi-Halter gegen den Autobauer. Lassen Sie sich unverbindlich von uns beraten – das erste Gespräch ist kostenfrei. Kontaktieren Sie uns unter 030 – 200 590 770 oder  info@rueden.de. Wie helfen Ihnen gern weiter!

Quelle:

Kraftfahrt-Bundesamt: Rückrufdatenbank, URL: https://www.kba-online.de/gpsg/startServlet?adress=gpsg, abgerufen am 06.02.2020.