VW-Abgasskandal: Passat mit Dieselmotoren betroffen

Das Mittelklassemodell VW Passat ist Gegenstand der Abgasmanipulationen im Dieselgate-Skandal. In die Diesel-Modelle der Baureihe VW Passat B7 hat Volkswagen den Motor VW EA 189 verbaut. Dabei handelt es sich um jene Motorenbaureihe, die die Wolfsburger Autobauer mit einer illegalen Abschalteinrichtung ausgerüstet hatte. Diese Abschalteinrichtung war dazu fähig, zwischen der Simulation der Fahrt auf dem Prüfstand und dem tatsächlichen Straßenbetrieb des Fahrzeugs zu unterscheiden.

Erkannte die Software die tatsächliche Fahrt des Wagens auf der Straße, schaltete sie die Abgasreinigung ab, während sie auf dem Prüfstand eingeschaltet blieb. So schaffte es VW bis zur Aufdeckung des Dieselskandals, die wahren Abgaswerte seiner Fahrzeuge zu verschleiern. Volkswagen täuschte unter anderem die eigenen Kunden, die annahmen, ein sauberes, umweltfreundliches Dieselfahrzeug der Qualitätsmarke VW zu fahren.

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VW Passat Rückrufaktionen

Mit der Aufdeckung der Manipulationen und dem daraus folgenden VW-Abgasskandal, gingen Rückrufaktionen unter Aufsicht des Kraftfahrt-Bundesamtes und Softwareupdates einher. Betroffen waren Fahrzeuge mit dem Herstellercode 23R7. Dabei stellte sich auch die Frage, warum die Motoren nicht gleich mit der richtigen Software aufgespielt ausgeliefert wurden. Dahinter steckten bei VW die Bestrebungen der Kostenreduzierung bei absoluter Gewinnmaximierung. Nach dem Aufspielen der Softwareupdates weigerte sich VW jedoch strikt, seinen Kunden zu garantieren, dass durch dieses Update weder die Leistung des Motors leiden, noch der Diesel-Verbrauch des Fahrzeugs steigen würde. Beim Passat B7 1.6 TDI musste darüber hinaus ein sogenannter Luftmassenmesser nachgerüstet werden.

Auch Passat B8 betroffen

Auch beim Nachfolgemodell des VW Passat B7, dem Passat B8, betrog Volkswagen Behörden, Öffentlichkeit und vor allem seine Kunden. In diesen Diesel-Modellen verbaute der Konzern das Nachfolgemodell des EA 189, den VW EA 288-Dieselmotor. Hier hatte VW als Abschalteinrichtung sogenannte Thermofenster, im Prinzip Temperaturfenster, eingerichtet, die auf Kälte reagieren und zum Schutz des Motors die Abgasreinigung abschalten. Viele Gerichte, nicht nur in Deutschland, haben diese Praxis für illegal erklärt. Derzeit ist die Frage der Zulässigkeit dieser Einrichtung Gegenstand eines Vorabentscheidungsverfahrens vor dem EuGH in Luxemburg, welche ein französisches Gericht vorgelegt hat. Betroffen sind vor allem Halter eines VW Passat B8 der BlueMotion Technology 1.6 TDI, 2.0 TDI und 2.0 TDI 4Motion.

Zuletzt hatte ein Passat-Fahrer in Potsdam gesiegt

Leistung und Verbrauch des Motors sind für den Wert eines Fahrzeugs wesentliche Faktoren. VW-Kunden sollten sich daher mit Updates und Nachrüstungen nicht zufriedengeben, sondern ihre Rechte notfalls mithilfe einer Klage geltend machen. Zuletzt hatte der Halter eines VW Passat vor dem Landgericht Potsdam geklagt und gewonnen (Az. 6 O 38/18). Das LG Potsdam erklärte, dass dem geschädigten VW-Kunden der ganze Kaufpreis zurückerstattet werden müsse, ohne dass VW die sogenannte Nutzungsentschädigung einbehalten darf. Die vor dem OLG Brandenburg eingelegte Berufung zog VW wieder zurück, als sich abzeichnete, dass das Oberlandesgericht der Rechtsauffassung des Landgerichtes folgen würde (Az. 3 U 61/19).

Was können Sie als VW Passat Diesel-Besitzer jetzt tun?

Die Rechtsanwaltskanzlei für Verbraucherrecht VON RUEDEN steht Ihnen gerne bei der Durchsetzung Ihrer Ansprüche im Abgasskandal zur Seite. Wir vertreten bundesweit bereits über 12.000 Mandanten. Nehmen Sie unser Angebot zur kostenlosen Erstberatung wahr. Wir prüfen, welche Ansprüche Sie gegen VW geltend machen können. Sie erreichen uns auch direkt unter 030 – 200 590 770 oder nehmen Sie per Mail unter info@rueden.de Kontakt zu uns auf.

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