Lassen sich Punkte, Bußgeld oder ein Fahrverbot verhindern?

MPU-Auflage: Lohnt es sich, einen MPU-Anwalt einzuschalten?

Bei der medizinisch-psychologischen Untersuchung, kurz MPU und oft auch „Idiotentest“ genannt, wird die Fahreignung einer Person, die zuvor negativ im Straßenverkehr aufgefallen ist, begutachtet. Bei Nichtbestehen der Untersuchung kann der Betroffene keinen neuen Führerschein beantragen.

Für manche ist es von großer Wichtigkeit, ob sie einen Führerschein haben oder nicht, vor allem wenn sie diesen zur Ausübung ihres Berufs benötigen. Daher löst eine MPU, die stets behördlich oder gerichtlich angeordnet wird, bei betroffenen Fahrern häufig Panik aus. Noch dazu ist die Untersuchung mit hohen Kosten verbunden, die der betroffene Fahrer tragen muss.

Statistiken zufolge liegt die MPU-Durchfallquote hierzulande bei etwa 33 Prozent. Kein Wunder also, dass Betroffene hoffen, ihre Chancen durch Hinzuziehen eines Anwalts zu verbessern. Doch wie kann ein MPU-Anwalt konkret helfen? Kann ein Anwalt die MPU verhindern?

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Kann ein Anwalt bei einer MPU helfen?

In Vorbereitung auf die MPU kann ein Betroffener mit MPU-Auflage einen Anwalt einschalten. Dies ist insofern sinnvoll, da ein MPU-Rechtsanwalt

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  • Einsicht in die Führerscheinakte des Betroffenen fordern kann. Diese liefert oft wichtige Informationen, die bei der MPU-Vorbereitung hilfreich sind.
  • Tipps geben kann, die helfen, die Prüfungsanforderungen richtig einzuschätzen und zu meistern.
  • dem Betroffenen die Problematik verdeutlichen kann, sodass er sein Fehlverhalten reflektiert und einsieht, mit dem Ziel, dass schließlich eine Verhaltensänderung eintritt.
  • zusammen mit dem Betroffenen dessen Lebensgeschichte und Lebensumstände ergründen kann, um so die Ursachen für die begangenen Verstöße herauszufinden.
  • Vermeidungsstrategien und Argumente zum Meistern des MPU-Gesprächs liefern kann.
  • den Betroffenen beraten kann, auf welche Aussagen er im persönlichen MPU-Gespräch lieber verzichten sollte.
  • generell Fragen zum MPU-Verfahren oder zu Nachweisen (etwa Abstinenznachweis) beantworten kann.

Unter bestimmten Voraussetzungen können Betroffene eine MPU früher absolvieren. Ein Anwalt kann prüfen, wie die Erfolgsaussichten für ein MPU-Eilverfahren stehen. Wenn es sich zum Beispiel um eine MPU ohne Abstinenzzeiten handelt, bieten manche Anwälte auch eine sogenannte Sofort-MPU an. Auch eine Sperrzeit- oder Abstinenzzeitverkürzung kann gegebenenfalls durch Einschalten eines Anwalts erreicht werden.

MPU umgehen mit Anwalt – Ist das möglich?

Um eine angeordnete MPU kommt man auch mit einem Anwalt für MPU nur selten herum. Der Grund dafür ist, dass die Anordnung einer MPU selbst nicht angreifbar ist. Das bedeutet, es gibt keinen konkreten Rechtsbehelf, den ein Anwalt anwenden könnte, um die MPU-Auflage anzufechten.

Was allerdings im Zusammenhang mit der MPU durch einen Rechtsanwalt anfechtbar wäre, ist der Entzug der Fahrerlaubnis oder die Ablehnung der Wiedererteilung der Fahrerlaubnis. Das ist beispielsweise der Fall, wenn der Betroffene ein Gutachten trotz Aufforderung nicht erbracht hat, das aber zusätzlich zu berücksichtigen ist, bevor die Fahrerlaubnis entzogen wird.

Wichtig: Der Empfänger des Schreibens zur MPU-Auflage hat nur einen Monat Zeit, dem Fahrerlaubnisentzug zu widersprechen. Möchte er den Widerspruch mit juristischer Hilfe bestreiten, sollte demnach frühzeitig ein MPU-Anwalt hinzugezogen werden.

Wie die Chancen stehen, den Führerscheinentzug zu verhindern, hängt auch maßgeblich vom individuellen Fall ab. Hegt die Behörde Zweifel an der Eignung des betroffenen Verkehrsteilnehmers, weil er beispielsweise während einer Alkohol- und Drogenfahrt mit dem Pkw einen Unfall verursacht und Fahrerflucht begangen hat, kann ein Rechtsanwalt gegen die MPU in der Regel nichts ausrichten.

Bei MPU durchgefallen: Anwalt einschalten?

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Die Chancen, eine nicht bestandene MPU erfolgreich anzufechten, sind gering. Um ein negatives MPU-Gutachten anzufechten, braucht es stichhaltige Gründe und Nachweise, aus denen hervorgeht, dass die Prüfstelle eine falsche Einschätzung getroffen hat. Der Betroffene und sein Anwalt sind hier in der Beweispflicht. Um zu beweisen, dass die MPU zu Unrecht nicht bestanden wurde, ist es beispielsweise nötig, Gesprächsaufzeichnungen auszuwerten. Normalerweise hat der Betroffene aber keinen Anspruch auf diese Aufzeichnungen.

Wurde die MPU nicht bestanden, kann ein Anwalt dennoch das MPU-Gutachten prüfen. Ein fachkundiger MPU-Anwalt ist in der Lage, zu beurteilen, ob das Gutachten auch wirklich fachkundig erstellt wurde. Zudem kann er herausfinden, warum jemand negativ bewertet wurde, und ob diese Gründe angreifbar sind.

In den meisten Fällen wird die anwaltliche Begutachtung jedoch darauf hinauslaufen, dass man sich strategische Maßnahmen überlegt, deren Ergreifung für die nächste MPU von Vorteil sind. Ein MPU-Rechtsanwalt kann bei der Vorbereitung auf die bevorstehende Untersuchung die Defizite, die zu einem negativen Ergebnis geführt haben, beim betroffenen Fahrer abbauen.

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