Audi-Abgasskandal: Welche Motoren sind betroffen?

Nachdem bereits VW und Daimler Schlagzeilen im Dieselskandal gemacht haben, gesellt sich auch die Volkswagen-Tochter Audi in die Reihe der vom Abgasskandal betroffenen Autohersteller. So vertreibt der Ingolstädter Autobauer Dieselfahrzeuge mit zu hohem Schadstoffausstoß im realen Fahrbetrieb. Wie bei den anderen Herstellern auch, drosselt eine Abschalteinrichtung in Form einer Fahrkurvenerkennung oder einer Lenkwinkelerkennung die Abgasreinigung während das Fahrzeug auf der Straße unterwegs ist. Nun werden zahlreiche Audi-Modelle zurückgerufen.

Verschiedene Motorentypen vom Audi-Abgasskandal betroffen

Die unzulässige Abschalteinrichtung lässt sich bei Audi in verschiedenen Motortypen finden – angefangen vom 1,2-Liter- bis hin zum 4,2-Liter-TDI. Bei den 1,2-Liter-, 1,6-Liter- und 2,0-Liter-TDI-Motoren handelt es sich um den bekannten VW-Motor EA189. 3,0 l-V6- (EA897) und 4,2 l-V8-Motoren (EA898) stammen direkt von Audi und werden in den Spitzenmodellen von Audi und Porsche verbaut.

Update 12.11.2018: Audi startet den ersten von insgesamt acht Rückrufen im Zuge des Abgasskandals. Laut Angaben der Zeit ruft Audi zunächst 31.200 Dieselfahrzeuge in die Werkstätten zurück.

Update 28.11.2019: Laut Bayerischem Rundfunk (BR) muss Audi im Abgasskandal auch die Modelle A4, A6 und A8 mit der Abgasnorm Euro 4 zurückrufen. Die betroffenen Fahrzeuge wurden zwischen 2003 und 2009 zugelassen.

Welche Dieselfahrzeuge sind vom Audi Abgasskandal betroffen?

  • Modelle mit EA189-Motor
  • A1
  • A3
  • A4
  • A5
  • A6
  • Q3
  • Q5
  • TT
  • Modelle mit V6- und V8-Motor
  • A4
  • A5
  • A6
  • A7
  • A8
  • Q3

Weitere Informationen zu den Audi-Rückrufen haben wir hier für Sie zusammenfasst.

Welche Rechte haben Audi-Fahrer im Dieselskandal?

Audi-Besitzer, deren Fahrzeug vom Abgasskandal betroffen ist, haben einen Anspruch auf Schadensersatz. Diverse Fahrzeugkäufer haben bereits gegen die deutschen Autobauer geklagt. Die Gerichte haben den Verbrauchern in vielen Einzelurteilen bereits folgende Rechte zugesprochen:

  • Rückabwicklung des Kaufvertrages
  • Rückgabe des Wagens an den Fahrzeughersteller
  • Erhalt einer Entschädigung

Vom Kaufpreis wird eine Nutzungsentschädigung abgezogen, da der Halter das Fahrzeug bereits genutzt hat. Diese Nutzungsentschädigung fällt aber deutlich geringer als der Wertverlust aus. Ehe sich der vom Abgasskandal betroffene Audi nicht mehr weiterverkaufen lässt oder sogar Fahrverbote für dieses Modell verhängt werden, ist die vor Gericht erwirkte Entschädigung eine gute Möglichkeit, sich vom Dieselfahrzeug zu trennen.

Kompetente Rechtsanwälte im Audi-Abgasskandal um Rat fragen

Unserer erfahrenen Verbraucherrechtsanwälte beraten Sie gern zu Ihren rechtlichen Optionen im Audi-Abgasskandal. Nutzen Sie unser kostenfreies Erstgespräch. Melden Sie sich bei uns telefonisch unter 030 200 590 770 oder per Mail an info@rueden.de.