VW-Rückruf: Dieselabgasskandal betrifft SUV Tiguan

VW muss das Sports Utility Vehicle (SUV) Tiguan zurückrufen. Grund ist der Dieselabgasskandal. Etwa 57.600 Fahrzeuge sind laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) weltweit betroffen, davon 25.800 in Deutschland. Die Rückrufe gelten für SUV aus den Baujahren 2007 bis 2017. Zuletzt rief das KBA Fahrzeuge der Modelljahre 2014 bis 2017 zurück. Hierbei handelt es sich um Fahrzeuge der Euro-Norm 6 mit 3,0-Liter-TDI-Motor.

Ursache: Abschalteinrichtung im Dieselmotor

Den Rückrufaktionen mit dem Herstellercode 23R7 gingen Manipulationen von VW an ihren Dieselmotoren voran. Betroffen sind weltweit insgesamt rund fünf Millionen Dieselfahrzeuge. Im Motor VW EA 189 wurde eine illegale Abschalteinrichtung verbaut, die erkennen konnte, wann sich ein Fahrzeug im realen Straßenbetrieb befand. Bei normaler Fahrt schaltete der Motor die Abgasreinigung aus. Erkannte die Software des Motors dagegen, dass sich das Fahrzeug auf dem Prüfstand befand, wurde die Abgasreinigung eingeschaltet. Auf diese Weise gelang es VW, die gemessenen Werte des Stickoxidausstoßes zu manipulieren.

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Softwareupdate sollte Abhilfe schaffen

Nach Entdeckung der Manipulationen durch Volkswagen sollten Softwareupdates an den Motoren die illegale Abschalteinrichtung deaktivieren. Laut Angaben des ADAC führte das Softwareupdate jedoch zu Problemen beim Laufverhalten des Motors und zu Schäden an Bauteilen, wie Kühlern, Partikelfiltern oder Injektoren. Auch weigert sich VW, den geschädigten Kunden zu garantieren, dass es durch das Softwareupdate nicht zu Leistungseinbußen des Motors oder einem höheren Spritverbrauch kommt.

Hohe Schadensersatzforderungen

Zurzeit sind tausende Klagen von Einzelpersonen gegen den Wolfsburger Konzern anhängig. Viele Klageverfahren wurden bereits zugunsten der betrogenen Kunden entschieden. So wurde VW immer wieder wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung zu hohen Schadensersatzzahlungen verurteilt. Auch musste der Konzern Fahrzeuge zurücknehmen und den Kaufpreis erstatten.

Streitpunkt Nutzungsentschädigung

Bisher durfte VW jedoch die sogenannte Nutzungsentschädigung einbehalten. Diese fällt dafür an, dass VW-Fahrer das Fahrzeug tatsächlich nutzen konnten, bevor sie es zurückgegeben haben. Die Nutzungsentschädigung wurde auf den Kaufpreis angerechnet und von der dem Kunden zu erstattenden Summe abgezogen. Das Landgericht Potsdam sah dies nun anders: Es verurteilte VW zur vollständigen Rückzahlung der Kaufpreissumme. Eine hiergegen erhobene Berufung vor dem OLG Brandenburg zog VW wieder zurück. Zuvor hatte das OLG erkennen lassen, dass es die Berufung zurückweisen würde.

Nicht mit verringerter Rückzahlung und Softwareupdate zufriedengeben

Kunden, die ein betroffenes VW-Modell gekauft haben, sollten sich nicht mit dem Softwareupdate oder einer verringerten Rückzahlung des bezahlten Kaufpreises zufriedengeben. Zum einen kann das Update nicht die Schadensersatzpflicht von VW überdecken. Zum anderen ist es nicht gerechtfertigt, dass VW einen Teil des Kaufpreises behalten darf. Betroffene sollten daher jetzt prüfen lassen, welche Ansprüche sie gegen VW geltend machen können. Die Verbraucherrechtskanzlei VON RUEDEN steht Ihnen dabei gerne mit einer kostenlosen Erstberatung zur Seite. Wir vertreten bereits über 12.000 Mandanten bundesweit im Abgasskandal. Sie erreichen uns auch per E-Mail an info@rueden.de oder telefonisch unter 030-200 590 770.

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