VW-Abgasskandal: VW Sharan wegen Manipulationen zurückgerufen

Der VW-Konzern muss Diesel-Fahrzeuge vom Typ Sharan aus den Baujahren 2007 bis 2017 zurückrufen. Betroffen sind Vans der Baureihen VW Sharan I und II. Diese sind identisch mit den Baureihen I und II des Seat Alhambra, weshalb auch diese zurückgerufen wurden. Hintergrund ist der Abgasskandal bei Volkswagen. Der Rückruf-Code lautet 23R7. Das Kraftfahrt-Bundesamt überwacht die Aktion. VW hat im Sharan I 2.0 TDI BlueMotion Technology und 2.0 TDI BlueMotion sowie im Sharan II 2.0 TDI BlueMotion Technology Motoren der Baureihen VW EA 189 und VW EA 288 untergebracht, die über illegale Abschalteinrichtungen verfügen.

Abgasreinigung verbotenerweise abgeschaltet

Die Abschalteinrichtungen sind dazu in der Lage, zwischen tatsächlicher Fahrt und einem Motorlauf auf dem Prüfstand zu unterscheiden. Erkennt die Motorsteuerung des VW EA 189, dass sich der Wagen auf dem Prüfstand befindet, wird die Abgasreinigung eingeschaltet. Im tatsächlichen Straßenbetrieb hingegen wird die Abgasreinigung ausgeschaltet. Beim VW EA 288 deaktiviert sich die Abgasreinigung, wenn kalte Außentemperaturen vorliegen, um den Motor zu schützen. Diese sogenannten Thermofenster sind dabei vom Hersteller sehr großzügig ausgelegt worden und schalten die Abgasreinigung damit sehr frühzeitig ab. Die Folge ist ein über der gesetzlichen Norm liegender Ausstoß von Stickoxiden.

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Schäden am Motor durch Softwareupdate?

Volkswagen versprach, diese Abschaltungen durch ein Softwareupdate zu deaktivieren. Für den Motor scheint das aber nicht ohne Risiko zu sein. Laut ADAC ist es bereits zu Schäden an Motorbauteilen gekommen. Auch beim Laufverhalten soll es zum Ruckeln und Rasseln in Motoren mit Softwareupdate gekommen sein. Eine Garantie dafür, dass es nicht zu Leistungseinbußen des Motors oder einem erhöhten Verbrauch kommt, wollte VW nicht übernehmen.

VW muss Schadensersatz zahlen

Bereits mehrere Gerichte haben VW zur Zahlung von Schadensersatz, Erstattung des Kaufpreises sowie Rücknahme des mangelbehafteten Fahrzeugs verurteilt. Bislang rechneten die Gerichte dabei den Wert der Nutzung auf den Kaufpreis an. Das bedeutet, dass VW einen Teil der zurückzuzahlenden Kaufpreissumme einbehalten durfte, weil der Käufer das Fahrzeug gefahren hat. Vor dem Hintergrund des Betrugs durch VW erscheint dies nicht gerechtfertigt. So sah es auch das Landgericht Potsdam, das Volkswagen zur vollen Rückzahlung des Kaufpreises verurteilte. Da VW die Berufung in nächster Instanz zurückgezogen hat, ist das Urteil rechtskräftig.

Ansprüche in kostenloser Erstberatung prüfen lassen

VW-Kunden sollten sich daher über ihre Ansprüche informieren. Hierfür stehen Ihnen unsere erfahrenen Anwälte der Verbraucherrechtskanzlei VON RUEDEN gerne und kompetent zur Seite. Wir vertreten bereits über 5.000 Mandanten bundesweit im Diesel-Abgasskandal. Nutzen Sie unsere kostenlose Erstberatung oder kontaktieren Sie uns telefonisch unter: 030-200 590 770. Sie können uns per E-Mail unter info@rueden.de erreichen.

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