Diesel-Abgasskandal: VW manipulierte Motoren des Beetle

Der an das Retro-Design des Volkswagen-Klassikers VW Käfer angelehnte VW- Modell Beetle ist vom Diesel-Abgasskandal betroffen. Unter dem Herstellercode 23R7 rief das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) tausende Fahrzeuge vom Typ VW Beetle, in denen Dieselmotoren der Typen EA 189 und EA 288 verbaut waren, zurück. Der vom KBA überwachte Rückruf betraf dabei auch den Zeitraum von 2007 bis 2017, also sogar noch das Vorgängermodell VW New Beetle. Betroffen sind Beetle vom Typ 1.6 TDI DPF und 2.0 TDI. In beiden sind die manipulierten Motoren eingebaut worden.

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Abschalteinrichtung beim VW Beetle

Sie waren mit Abschalteinrichtungen versehen, die den Unterschied zwischen gewöhnlichem Straßenbetrieb des Fahrzeugs und der Abgastestsituation auf dem Prüfstand erkennen konnten. Erkannte das Fahrzeug den gewöhnlichen Straßenbetrieb, so schaltete es die Abgasreinigung ab. Hierdurch stießen die VW-Dieselmotoren wesentlich mehr Stickoxide aus, als gesetzlich erlaubt. Auf diese Weise täuschte VW das Kraftfahrt-Bundesamt und erschlich sich die Straßenzulassung für Fahrzeuge mit diesen Motoren.

Urteile gegen VW häufen sich

Seit 2017 häufen sich die Urteile, in denen Volkswagen wegen des Dieselabgasskandals zu Schadensersatz verurteilt wurde – meistens wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung seiner Kunden (§ 826 BGB). Der Verjährung dieser Ansprüche gegen VW hat zuletzt das OLG Oldenburg (Az. 1 U 131/19, U 137/19) eine Absage erteilt, weil Kunden die früheste Kenntnis von den Vorgängen erst mit der weiteren Aufklärung ab 2016 haben konnten.

Da das OLG München das zunächst anders sah, könnte das noch eine Frage sein, die vor dem Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe zu klären sein wird. Die Gerichte haben den Klägern zwar Schadensersatz und das Recht zum Rücktritt zugestanden, jedoch unter Abzug der sogenannten Nutzungsentschädigung. Diese darf VW einbehalten, weil der Käufer vor Rückgabe das Fahrzeug gefahren hat.

Das findet Johannes von Rüden unbillig. Seine Kanzlei VON RUEDEN vertritt über 12.000 Geschädigte des Dieselabgasskandals in mehreren Zweigstellen bundesweit. Er vertritt die Ansicht, dass dem Wolfsburger Konzern aufgrund der Täuschung des Kunden durch VW nicht der Nutzungsersatzanspruch belassen werden kann, sondern den betrogenen Kunden der volle Kaufpreis zurückzuerstatten ist. Anderenfalls könnte VW trotz des Betrugs am Kunden und des weltweiten Skandals Vorteile aus seinem gesetzeswidrigen Verhalten haben. Ähnlich sah es nun auch das Landgericht Potsdam, das VW zur Rückzahlung der vollen Kaufpreissumme verurteilte.

Softwareupdate beim VW Beetle durchführen?

In jedem Fall stellt das von VW beim Rückruf zur Behebung des derzeitigen Zustands bereitgestellte Softwareupdate, das die Abschalteinrichtung löschen soll, nur eine unzureichende Mangelbeseitigung dar. Volkswagen hat sich nämlich geweigert, Garantien dafür zu übernehmen, dass es bei den betroffenen Motoren nicht zu Leistungsminderungen oder zu einem erhöhten Verbrauch des Fahrzeugs kommen kann.

VW Beetle-Besitzer können also von einem großen Wertverlust Ihres Fahrzeugs betroffen sein. Wir raten daher unsere kostenlose Erstberatung in Anspruch nehmen, um gegen diese Verluste vorgehen zu können.

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