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VON RUEDEN Rechtsanwälte

Verkehrsrecht

Motorräder: Spezielle Verkehrsregeln für Motorradfahrer?

Welche speziellen Verkehrsregeln gelten für Motorradfahrer im Straßenverkehr? Helmpflicht ✓ Verkehrszeichen für Motorräder ✓Blitzer Motorräder

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Motorrad

Für Motorradenthusiasten beginnt im März der Frühling, da in der Regel das geliebte Zweirad wieder auf die Straße gebracht werden kann. Wer nach dem Winter etwas aus der Übung geraten ist, sollte hier noch einmal die wichtigsten Regelungen hinsichtlich des Motorrads auffrischen, um auch diese Motorradsaison Schadens- und bußgeldfrei zu überstehen.

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Checkliste für den Start in die Motorradsaison

Nachdem die letzten Spinnenweben von der Maschine gewischt und der Lack wieder glänzt, ist das Motorrad auf seine „inneren Werte“ zu überprüfen. Dabei sollte Folgendes geprüft werden:

  • Ladung der Batterie
  • Bremsflüssigkeit, Kühlmittel und Motoröl
  • Bremskraft und Bremsbeläge
  • Spannung und Fettung der Antriebskette
  • Reifendruck und Profiltiefe (nicht unter 1,6 mm)
  • Lichtanlage sowie sämtliche Lichter und andere elektronische Anlagen
  • Kraftstoff
  • Helm und Schutzkleidung
  • Nummernschild und Versicherungsschutz
  • Steuern

Wer sein Motorrad nicht ganzjährig fährt, sollte ein Saisonkennzeichen beantragen, um in den Genuss der steuerlichen Vorteile zu kommen, die damit einhergehen.

Welche Verkehrsregeln gelten für Motorradfahrer?

Das Verkehrsrecht sieht für Motorradfahrer keinen eigenen Bußgeldkatalog vor, sodass hier der gleiche Bußgeldkatalog zur Anwendung kommt, der auch für Autofahrer bei Verkehrsverstößen gilt. Grundsätzlich haben Motorradfahrer auch die gleichen Vorschriften im Straßenverkehr zu beachten, wie Autofahrer oder Fahrer andere Fahrzeuge. Allerdings hält die Straßenverkehrsordnung einige Besonderheiten für Motorradfahrer bereit, deren Nichteinhaltung mit einem Bußgeld sanktioniert wird.

Dürfen Motorräder die Rettungsgasse bei Stau befahren?

Video von YouTube. Mit dem Abspielen werden Daten an YouTube übertragen.

Bei Stau auf der Autobahn kommen immer wieder einige Motorradfahrer auf den Gedanken, dem Stau über die Rettungsgasse zu entkommen. Ein solches Verhalten ist jedoch nicht erlaubt, da die Rettungsgasse ausschließlich den Rettungsfahrzeugen vorbehalten ist, § 11 Abs.2 StVO.

Müssen Motorräder am Tag mit Licht fahren?

Motorräder müssen auch am Tag mit Licht fahren

Der Vorteil von Motorrädern, schnell klein und wendig zu sein, kann gleichzeitig auch zum Verhängnis des Fahrers führen. Denn auf Grund dieser Eigenschaften werden Motorräder von Auto- oder Lastwagenfahrern schnell übersehen. Damit Motorräder besser im Straßenverkehr wahrgenommen werden, haben Motorräder auch bei Tag mit eingeschaltetem Tagfahr- oder Abblendlicht zu fahren, § 17 Abs.2a StVO.

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Strafen bei nicht vorschriftsmäßiger Beleuchtung von Motorrädern

Wer als Motorradfahrer/Kraftradfahrer am Tag nicht mit eingeschaltetem Licht fährt, hat mit einem Bußgeld zu rechnen.

Verstoß Bußgeld
Fahren mit einem Kraftrad am Tage ohne eingeschaltetes Abblend- oder Tagfahrlicht 10 €
-mit Gefährdung 15 €
-mit Sachbeschädigung 35 €
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Haben Motorradfahrer eine Helmpflicht?

Motorradfahrer haben eine Helmpflicht

Die geeignete Schutzbekleidung überlässt der Gesetzgeber weitestgehend dem Motorradfahrer selbst. Allerdings gibt er seit 1976 als Mindestmaß das Tragen eines geeigneten Schutzhelms vor, wenn die bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit des Motorrads mehr als 20 km/h beträgt, § 21a Abs. 2 StVO. Seit 1980 wird das Nichttragen eines Helms mit einem Verwarngeld sanktioniert.

Die gesetzliche Helmpflicht gilt auch für Mitfahrer auf dem Motorrad.

Ratsam ist es jedoch, weitere freiwillige Schutzmaßnahmen zu ergreifen, wie beispielsweise Handschuhe, Stiefel und Rückenprotektor.

Wichtig: Ein Helmverstoß in der Probezeit ist ein B-Verstoß.

Was ist ein geeigneter Schutzhelm?

Als geeignet gelten solche Schutzhelme, die einen ECE-Näher (Economic Commission for Europe) aufweisen.

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Besteht eine Helmpflicht für Trikes und Quads?

Welche Art von Sicherungsmittel bei Trikes vorgeschrieben sind, hängt von dem jeweiligen Aufbau des Fahrzeugs ab.

Trikes

Ob eine Helmpflicht auf TRikes besteht, hängt von der Bauart ab.

Ist der Aufbau einem Kraftrad ähnlich, gilt eine Helmpflicht, da Sicherheitsgurte nicht sinnvoll wären. Die Sitzbank hat dabei von Abmessung und Befestigung der eines Kraftrads zu gleichen. Es bedarf ebenfalls separater Fußrasten für den Fahrer und den Sozius. Für letzteren sind außerdem Haltegriffe anzubringen.

Ist der Aufbau einem Pkw ähnlich, besteht keine Helmpflicht, allerdings bedarf es Sitze, die mit Sicherheitsgurten ausgestattet sind.

Quads

Für Quads gilt wie für Motorräder eine Helmpflicht nach § 21a Abs.2 StVO, da hier in der Regel eine bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit von mehr 20 km/h vorliegt und keine Sicherheitsgurte angebracht sind.

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Droht ein Mitverschulden bei einem Motorradunfall ohne Helm?

Wer mit einem Motorrad in einen Verkehrsunfall verwickelt wird und dabei keinen Helm getragen hat, läuft neben dem Davontragen gesundheitlicher Schäden Gefahr, einer Mithaftung nach § 254 BGB ausgesetzt zu werden. Denn das Motorradfahren ohne geeigneten Helm wird als leichtfertige Inkaufnahme einer Verletzung gewertet. Um eine solche Mithaftung abzuwenden, hat der Motorradfahrer gegebenenfalls nachzuweisen, dass die Kopfverletzung auch mit einem Helm entstanden wäre. Da dieser Nachweis in der Regel schwierig zu führen sein wird, sollte einer solchen misslichen Lage durch Tragen eins Helm vorgebeugt werden.

Wichtig: Eine solche Mithaftung kann den Motorradfahrer auch bei einem unverschuldeten Verkehrsunfall treffen!

Sanktionierung bei Verstoß gegen die Helmpflicht

Wer gegen die Helmpflicht verstößt, hat unabhängig vom Vorliegen eines Verkehrsunfalls mit einem Bußgeld zu rechnen.

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Verstoß Bußgeld Punkte
Keinen geeigneten Schutzhelm während der Fahrt getragen 15 €
Ein Kind ohne Schutzhelm mit einem Kraftrad befördert 60 € 1
Mehrere Kinder ohne Schutzhelm mit einem Kraftrad befördert 70 € 1

Besondere Verkehrszeichen für Motorradfahrer

Straßen, die mit den Zeichen 255 und 260 ausgestattet sind, dürfen von Krafträdern, mit oder ohne Beiwagen, Kleinkrafträdern und Mofas nicht befahren werden.

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Können Motorräder geblitzt werden?

Wer Geschwindigkeit erleben möchte, wird dieses Gefühl meist nur auf einem Motorrad richtig erleben. Allerdings sollte bei der Teilnahme im Straßenverkehr stets auf die Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit geachtet werden. Da die Geschwindigkeitsregelungen auf den Straßen nicht nur für Autos und Lastwagen gelten, werden Geschwindigkeitsüberschreitungen von Motorrädern auch überprüft und gegebenenfalls sanktioniert.

Auch wenn eine Sanktionierung mittels stationsgebundener Blitzer schwierig ist, können Geschwindigkeitsverstöße von Motorrädern mittels mobiler Blitzer ohne Probleme festgestellt werden.

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Wie werden Motorräder geblitzt?

Da Motorräder lediglich mit einem Nummernschild am Heck ausgestattet sind, lässt sich der die Geschwindigkeit überschreitende Motorradfahrer mit einem frontalen Blitzerfoto in der Regel nicht überführen.

Selbst wenn das Blitzerfoto von der Rückseite gemacht wird, lässt sich auf diese Weise nicht der Fahrer zum Zeitpunkt des Verstoßes feststellen. Dies ist jedoch auf Grund der Fahrerhaftung bei Verkehrsdelikten notwendig, um eine Sanktion zu verhängen.

Wenn die Behörde jedoch in der Lage ist, anhand des Blitzerfotos den Halter des Motorrads zu ermitteln, dieser den Fahrer aber nicht preisgeben möchte, kann sie dem Halter auflegen, ein Fahrtenbuch zu führen.

Allerdings können mobile Geschwindigkeitskontrollen auch Motorradfahrer überführen. Denn in diesem Fall wird der Motorradfahrer unmittelbar nach der Geschwindigkeitsüberschreitung aus dem Verkehr gewunken, sodass seine Personalien zweifelsfrei festgestellt werden können.

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Motorrad vs. Kleinkrafträder: Zulassung und Fahrerlaubnis

Erforderlich ist hierzu ein Führerschein der Klasse A1, der zum Führen von Motorrädern mit einem Hubraum von 125 ccm und einer maximalen Motorleistung von 11 kW berechtigt, sogenannte Leichtkrafträder.

Davon zu unterscheiden sind die Kleinkrafträder, die in der Regel die Führerscheinklasse AM voraussetzen.

Die Begrenzung der Geschwindigkeit auf 80 km/h wurde im Jahr 2013 aufgehoben.

Wer die Führerscheinklasse A1 besitzt, ist gleichzeitig auch berechtigt, Fahrzeuge der Führerscheinklasse AM zu führen.

Wichtig: Nur wer einen Autoführerschein bis zum 31.03.1980 erteilt bekommen hat, darf ein Motorrad der 125er Klasse mit seinem Autoführerschein fahren.

Wer eine Fahrerlaubnis für ein sogenanntes Leichtkraftrad erteilt bekommen hat, befindet sich ebenfalls wie bei einer Fahrerlaubnis für einen Pkw in einer zweijährigen Probezeit. Wer innerhalb dieser Zeit einen A-Verstoß oder zwei B-Verstöße begeht, muss mit einer Probezeitverlängerung um zwei Jahre rechnen. Weitere Verstöße im Rahmen der Probezeit können bis zum Entzug der Fahrerlaubnis führen.

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Kostenloser Bußgeld-Check

Lohnt sich ein Einspruch gegen Ihren Bußgeldbescheid?

Schritt 1 von 173 Min.
Vorwurf

Was wirft man Ihnen vor?*

Ort

Wo waren Sie unterwegs?*

Tempo

Wie viel km/h waren Sie zu schnell?*

Der Wert nach Toleranzabzug, wie er im Schreiben der Behörde steht.

Tempo

Wie schnell waren Sie unterwegs?*

Abstand

Welchen Abstand hatten Sie zum Fahrzeug vor Ihnen?*

Der halbe Tachowert ist der Sollabstand in Metern – bei 100 km/h also 50 m. 3/10 davon wären 15 m.

Rotphase

Wie lange stand die Ampel schon auf Rot?*

Ab einer Sekunde Rotzeit gilt der Verstoß als qualifiziert – mit Fahrverbot.

Schaden

Haben Sie etwas beschädigt?*

Gefährdung

Wurde eine außenstehende Person gefährdet?*

Schilderung
Fahrzeug

Womit waren Sie unterwegs?*

Probezeit

Befinden Sie sich noch in der Probezeit?*

In der Probezeit drohen zusätzlich Aufbauseminar und Verlängerung der Probezeit.

Vorbelastung

Wurden Sie in den letzten 12 Monaten schon einmal geblitzt?*

Bei wiederholten Verstößen kann ein Fahrverbot auch unterhalb der Regelgrenzen drohen.

Schreiben

Welches Schreiben hat Ihnen die Behörde zugeschickt?*

Upload

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Für eine fundierte Einspruchsprüfung benötigen wir den Anhörungsbogen oder den Bußgeldbescheid – als PDF oder Foto, verschlüsselt übertragen. Die Prüfung ist kostenlos und unverbindlich.

Rechtsschutz

Sind Sie rechtsschutzversichert?*

Häufig sind Ehepartner und Kinder (bis zum 27. Lebensjahr) mitversichert.

Kontakt

Für Ihr kostenloses Prüfungsergebnis benötigen wir nur noch Ihre Kontaktdaten.

Ein Verkehrsrechtsanwalt sichtet Ihr Schreiben persönlich und meldet sich mit einer Einschätzung. Bei Rechtsschutz holen wir die Deckungszusage ein – es entstehen keine Kosten ohne Ihre Beauftragung.

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Ergebnis

Ohne Rechtsschutz können wir den Fall nicht kostenlos prüfen

Sie haben angegeben, dass Sie nicht rechtsschutzversichert sind. Ein anwaltlich geführtes Einspruchsverfahren kann mit erheblichen Kosten verbunden sein, die Sie ohne Rechtsschutzversicherung vollständig selbst tragen müssten. Daher können wir Ihren Fall leider nicht kostenlos für Sie prüfen.

Prüfen Sie bitte, ob Sie über Partner, Eltern oder den Arbeitgeber mitversichert sind – dann starten Sie den Check einfach erneut.

Ein Einspruch lohnt sich hier wirtschaftlich meist nicht

Das in Ihrem Fall zu erwartende Bußgeld liegt unter 80 €. In diesem Bereich steht der Aufwand eines anwaltlich geführten Einspruchsverfahrens in der Regel nicht im Verhältnis zum möglichen Nutzen – eine Einspruchsprüfung ist hier wirtschaftlich meist nicht sinnvoll.

Wir benötigen den Anhörungsbogen oder den Bußgeldbescheid

Für eine fundierte Einspruchsprüfung benötigen wir den Anhörungsbogen oder den Bußgeldbescheid. Ein Zeugenfragebogen reicht dafür nicht aus. Sobald Ihnen eines dieser Dokumente vorliegt, laden Sie es hier hoch – dann prüfen wir Ihren Fall kostenlos.

Schreiben schon da? Gehen Sie zurück zum Schritt „Upload“ und fügen Sie es an.

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