VW-Abgasskandal: Kompakt-Cabrio Eos wird zurückgerufen

Mit dem Kompakt-Cabrio Eos ist ein weiteres VW-Modell vom Abgasskandal betroffen. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) lässt Ausführungen dieses Modells in die Werkstätten zurückrufen. Einige Kunden sind gegen diese Maßnahme bereits juristisch vorgegangen.  Der 27. Zivilsenat des OLG Köln hat geurteilt, dass ein Kölner Autohändler einen mit einer illegalen Abschalteinrichtung ausgestatteten VW Eos 2.0 TDI zurücknehmen und dem Halter den Kaufpreis erstatten muss (Az. 27 U 13/17). Damit bestätigte es die in der vorherigen Instanz ergangene Entscheidung des LG Köln. 

Illegale Abschalteinrichtung führte zu falschen Abgaswerten 

Der Fahrzeugtyp VW Eos 2.0 TDI ist als Diesel mit den Motoren VW EA 188 oder EA 189 ausgestattet. In letzterem hat VW eine illegale Abschalteinrichtung untergebracht, die es ermöglichen soll, in Testsituationen die Abgaswerte zu manipulieren. Im normalen Straßenbetrieb schaltet die installierte Software die Abgasreinigung des Kraftfahrzeugs ab. Nach Aufdeckung des Diesel-Abgasskandals bei VW erfolgten diverse Rückrufaktionen des Kraftfahrt-Bundesamtes. Insgesamt waren von den vier Rückrufaktionen der VW Eos 2.0 TDI mit Baujahr 2007 bis 2017 betroffen.

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Update 14.09.2020: Das KBA ordnet einen zweiten Rückruf für den VW Eos an. Der Grund: Beim ersten Softwareupdate wurde die Abschalteinrichtung nicht komplett deaktiviert – der Eos fuhr dennoch mit zu hohen Emissionswerten.

Rücktritt vom Kaufvertrag auch bei Gebrauchtwagenkauf 

Die Kölner Gerichte befanden, dass auf Klägerseite die Voraussetzungen für den Rücktritt vom Kaufvertrag vorlägen und der Kläger diesen auch wirksam erklärt habe. Das Fahrzeug sei in Folge der Installation der Software in nicht unerheblichem Maße mangelhaft. Dass es sich um einen Gebrauchtwagen handelte, spielte hierbei keine Rolle. Der Autohändler kann nun seinerseits den VW-Konzern in Regress nehmen.  

Zahl der Urteile gegen VW steigt 

Im Rahmen der juristischen Aufarbeitung des Diesel-Abgasskandals bei VW steigt seit 2017 auch die Zahl der Verurteilungen des Wolfsburger Autoherstellers selbst rapide an. So verurteilten zuletzt unter anderem die Oberlandesgerichte Hamm und Oldenburg den VW-Konzern wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung seiner Kunden zu Schadensersatz. Das OLG Oldenburg verneinte darüber hinaus die von VW geltend gemachte Verjährung (Az. 1 U 131/19 und 1 U 137/19). Diese sei nicht schon 2019 eingetreten. 

Verbraucherrechtskanzlei VON RUEDEN rät zur Klage 

Volkswagen hat sich durch die vorsätzlich sittenwidrige Schädigung seiner Kunden schadensersatzpflichtig gemacht. Das von VW durchgeführte Softwareupdate vermag zwar die Abschalteinrichtung zu löschen, der Konzern hat sich jedoch geweigert, Garantien für die weitere Leistungsfähigkeit der Fahrzeuge zu übernehmen. Des Weiteren hat VW sich geweigert, zu garantieren, dass es aufgrund des Softwareupdates nicht zu einem erhöhten Verbrauch bei den betroffenen Dieselmotoren kommt. Die Rechtsanwaltskanzlei VON RUEDEN rät daher zur Klage gegen den VW-Konzern. VON RUEDEN vertritt im Abgasskandal über 12.000 Mandanten bundesweit. Lassen auch Sie Ihre Ansprüche im Rahmen einer kostenlosen Erstberatung überprüfen oder rufen Sie uns an unter: 030 – 200 590 770. Alternativ können Sie auch per E-Mail Kontakt zu uns aufnehmen unter info@rueden.de.

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