Mercedes-Rückruf: Welche Modelle sind betroffen?

Die Daimler AG befindet sich mit der Marke Mercedes im Abgasskandal – wie viele andere deutsche Autobauer auch. In zahlreichen Modellen des Stuttgarter Autokonzerns wurden unzulässige Abschalteinrichtungen zur Manipulation der Abgaswerte verbaut. Fahrzeuge, in denen eine solche Abschalteinrichtung entdeckt wurde, werden zurückgerufen. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat die Pflichtrückrufe angeordnet und überwacht ihre Durchführung durch die Autohersteller.

Mercedes organisiert nun die Rückrufe seiner vom Abgasskandal betroffenen Diesel-Fahrzeuge: Die Fahrzeughalter bekommen ein Rückrufschreiben von Mercedes, in dem die Maßnahme zur Korrektur der unzulässigen Abschalteinrichtung erklärt wird. In den meisten Fällen ist ein Softwareupdate vorgesehen, das die Abgasreinigung in vollem Umfang aktivieren soll.

Welche Motoren sind von den Mercedes-Rückrufen betroffen?

Im Abgasskandal um Mercedes geht es um zwei Dieselmotoren, die zurückgerufen werden: Den OM651 und den OM642, wobei OM für Oil-Motor steht. Beim OM651 handelt es sich um einen Vierzylindermotor mit 1,8 Liter bis 2,1 Liter Hubraum. Der OM642 ist ein Sechszylindermotor mit 3,0 Liter Hubraum.

Der kräftigere OM642 wurde 2005 in der Mercedes C- und E-Klasse eingeführt und später vor allem in der M-, R-, G-, GL- und S-Klasse, im GLK, CLK und CLS sowie in den Vans Vito und Viano und im Sprinter verbaut. Der OM651 lässt sich in der A-, B-, CLA-, S-, V- und GLA-Klasse sowie im SLK-Roadster, Vito und Sprinter finden. Auch für Hybridmodelle wird der OM651 bei Mercedes verwendet.

 

Betroffene Baureihen und Modelle

  • B 180
  • B 200
  • B 220

  • R 300
  • R 350

 

Update 13. Februar 2019: Das Kraftfahrt-Bundesamt hat einen weiteren verpflichtenden Rückruf für die Modelle der C-Klasse angeordnet. Neu ist hierbei, dass auch der Dieselmotor OM626 vom Abgasskandal betroffen ist. Das KBA verlangt eine „Entfernung unzulässiger Abschalteinrichtungen bzw. der unzulässigen Reduzierung der Wirksamkeit des Emissionskontrollsystems“.

Update 07. Januar 2020: Verschiedene Klassen und Baujahre sind von einem neuen Mercedes-Rückruf betroffen. Dazu gehören unter anderem Modelle der C-Klasse, der E-Klasse, der G-Klasse und der M-Klasse. Auch der Mercedes SLK bestimmter Baujahre wird zurückgerufen. Eine detaillierte Auflistung finden Sie in unserem Blog-Artikel.

Update März 2020: Immer mehr Gerichte urteilen positiv in Verfahren gegen Daimler. Was das Urteil des BGH für Geschädigte des Dieselskandals bei Mercedes zu bedeuten hat, erklärt unser Rechtsanwalt und Partner Johannes von Rueden im Video:

Was können Betroffene vom Mercedes Rückruf nun tun?

Die vom KBA überwachten Rückrufe der Autohersteller sind auch für die Kunden Pflicht. Das bedeutet: Die Fahrzeughalter sind verpflichtet, ihr Auto zum Softwareupdate in die Werkstatt zu bringen. Andernfalls droht die Stilllegung des Fahrzeugs. Mercedes-Fahrer können sich aber dennoch gegen den Rückruf im Abgasskandal wehren, indem sie die Daimler AG verklagen. In mehreren Fällen musste Daimler den betroffenen Mercedes zurücknehmen und den Kaufpreis nach Abzug einer Nutzungsentschädigung an den Kunden zurückerstatten.

 

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