VW-Rückruf: Abgasmanipulationen beim Scirocco

Wegen des Diesel-Abgasskandals hat VW das Kombi-Sportcoupé VW Scirocco zurückgerufen. Der Hersteller-Code des Rückrufs wurde vom Kraftfahrt-Bundesamt mit 23R7 angegeben. Hiervon betroffen sind Fahrzeuge der Baujahre 2007 bis 2017, also die Modelle Scirocco III und Scirocco III Facelift. Der Rückruf gilt dabei jedoch nur für Fahrzeuge, die mit den Dieselmotoren VW EA 189 und VW EA 288 ausgestattet sind. Im Fall der Baureihe VW Scirocco III, die von 2008 bis 2014 produziert wurde, betrifft der Rückruf den 2.0 TDI. Aus den Baujahren 2014 bis 2017 wird der Scirocco III Facelift 2.0 TDI BlueMotion Technology zurückgerufen.

Manipulation der Stickoxidwerte durch Abschalteinrichtungen

Im Dieselmotor VW EA 189 hat Volkswagen eine illegale Abschalteinrichtung untergebracht, die die Abgasreinigung im realen Straßenbetrieb ausschaltet. Hierdurch kommt es zum erhöhten Ausstoß von Stickoxiden. Diese Stickoxidwerte liegen dabei weit über den Angaben des Herstellers. Auch im Nachfolgermodell des Motors, dem VW EA 288, befindet sich eine illegale Abschalteinrichtung. Diese funktioniert über sogenannte Thermofenster, die die Abgasreinigung des Motors bei kalten Außentemperaturen abschalten, um ihn vor Beschädigungen zu schützen.

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Euro 6-Norm nur vermeintlich eingehalten

Nur durch den Einsatz einer Abschalteinrichtung war es VW möglich, die gesetzlich erlaubten Stickoxidwerte der Euro 6-Norm auf dem Prüfstand vermeintlich einzuhalten. Dies hat VW vor dem Landgericht Duisburg eingestanden. Über eine Zykluserkennung konnte das Fahrzeug feststellen, ob es sich im Straßenbetrieb oder auf dem Prüfstand befindet. Auf dem Prüfstand blieb die Abgasreinigung eingeschaltet, im Straßenverkehr wurde sie hingegen deaktiviert.

VW zu Schadensersatz verurteilt

Bereits mehrere Gerichte haben VW wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung seiner Kunden zu Schadensersatz verurteilt. Die Gerichte sahen es dabei als sittenwidrig an, dass VW auf diese Weise Kosten sparen wollte, um den Gewinn zu maximieren. Ferner können Käufer eines betroffenen VW-Modells vom Kaufvertrag zurücktreten und den Kaufpreis zurückverlangen.  Allerdings mussten sie sich bislang eine Nutzungsentschädigung auf den Kaufpreis anrechnen lassen. VW durfte also einen Teil der zu erstattenden Kaufpreissumme dafür einbehalten, dass der Kunde das Fahrzeug gefahren hatte.

VW Scirocco Kaufpreis zurück

Jedoch haben einige Gerichte bereits den Anspruch auf Nutzungsentschädigung verneint, so zuletzt das Landgericht Potsdam. Es verurteilte VW zur Erstattung der vollen Kaufpreissumme an den Kläger. Eine gegen dieses Urteil erhobene Berufung zog VW wieder zurück, als sich in der mündlichen Verhandlung abzeichnete, dass die Richter dem Urteil des LG Potsdam folgen würden.

VW Scirocco Fahrer sollten jetzt Klage einreichen

Bislang hat VW versucht, seine Kunden damit zu beruhigen, dass ein Softwareupdate des Motors Abhilfe schaffen würde. Allerdings ist äußerst fraglich, ob dieses Softwareupdate nicht neue Probleme verursacht. Der ADAC berichtet von Problemen beim Laufverhalten des Motors sowie Bauteilschäden, unter anderem bei Partikelfiltern und Injektoren. Auch ist nicht klar, welche Auswirkungen das Softwareupdate auf die Leistung des Motors oder dessen Verbrauch hat. VW hat sich geweigert, seinen Kunden zu garantieren, dass es weder zu Leistungseinbußen noch zu einem erhöhten Spritverbrauch kommt.

VW-Scirocco Fahrer sollten sich daher nicht mit dem Softwareupdate zufriedengeben, sondern ihre Ansprüche gegen Volkswagen von erfahrenen Rechtsanwälten prüfen lassen. Die Verbraucherrechtskanzlei VON RUEDEN steht Ihnen dabei gerne zur Seite. Wir vertreten bereits über 12.000 Mandanten im Dieselabgasskandal. Nutzen Sie unsere kostenlose Erstberatung oder schreiben Sie uns eine E-Mail an info@rueden.de. Sie erreichen uns auch telefonisch unter: 030-200 590 770.

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