Sexualstrafrecht
Vorwurf Kinderpornografie (§ 184b StGB)
Durchsuchung am Morgen, Geräte weg, ein Vorwurf, der alles bedroht. Ob eine Datei strafbar ist und ob Sie sie besessen haben, ist zu prüfen, nicht zu gestehen.
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Worum es geht
§ 184b StGB erfasst das Verbreiten, Zugänglichmachen, Herstellen, Abrufen, Sichverschaffen und Besitzen kinderpornografischer Inhalte. Kind ist eine Person unter 14 Jahren. Erfasst sind reale Geschehnisse, aber auch wirklichkeitsnahe Darstellungen.
Seit dem 28. Juni 2024 sind die Grundtatbestände wieder Vergehen. Die Mindeststrafen wurden gesenkt, damit Verfahren, etwa nach einer Weiterleitung in einer Elterngruppe, wieder eingestellt werden können.
Nicht jedes Nacktbild eines Kindes ist strafbar. Entscheidend sind Posing, Fokussierung und der objektive Sexualbezug. Und nicht jede Datei auf einem Gerät ist bewusster Besitz: Cache, Vorschaubilder und automatische Downloads entstehen ohne Entscheidung.
Strafrahmen
Strafrahmen
- Verbreiten, Herstellen, Zugänglichmachen, Abs. 1
- 6 Monate bis 10 Jahre
- Abruf und Besitz, Abs. 3
- 3 Monate bis 5 Jahre
- Gewerbs- oder bandenmäßig, Abs. 2
- nicht unter 2 Jahren
Worauf es in der Verteidigung ankommt
Worauf es in der Verteidigung ankommt
Bildbewertung
Zeigt die Datei überhaupt einen strafbaren Inhalt? Das prüfen wir Datei für Datei.
Besitzwille
Wurde die Datei geöffnet, gespeichert, verschoben, oder nur automatisch abgelegt?
Nebenfolgen
Führungszeugnis, Beamtenrecht, Approbation, Sorgerecht und die Einziehung der Geräte laufen mit.
Schweigen. Nichts entsperren. Nichts löschen.
Sie müssen weder aussagen noch PIN oder Passwort nennen. Verändern Sie keine Dateien, sie können Sie entlasten. Alles Weitere besprechen wir, nachdem wir die Akte gesehen haben.
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